Bislang konnten Beschäftigte, die wegen angeordneter Quarantäne nicht arbeiten konnten, eine Entschädigung bekommen, wenn sie dadurch einen Verdienstausfall erlitten haben. D.h. der Arbeitgeber ging in Vorleistung und holte sich im Wege eines Antrags das Geld vom Staat zurück.
 
Nach Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) vom 22.09.2021 wird eine Erstattung nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) ab November 2021 nur noch eingeschränkt gewährt. Eine Verdienstausfallentschädigung gemäß § 56 Abs. 1 IfSG wird dann nur noch ungeimpften Arbeitnehmern gewährt, für die in einem Zeitraum von bis zu acht Wochen vor der Quarantäne-Anordnung keine öffentliche Empfehlung für eine Impfung gegen Covid-19 bzw. bei denen ein ärztliches Attest über eine medizinische Kontraindikation vorlag. Der Arbeitgeber hat demnach in Quarantäne-Fällen hinsichtlich des Impfstatus ein Auskunftsrecht gegenüber seinen Mitarbeitern.
 
Wird der Arbeitnehmer aufgrund einer Covid-Infektion arbeitsunfähig, behält er selbstverständlich seinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung.
 


Web-Links

GMK Beschluss vom 22.09.2021
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