Fundraising & Demokratie leben!
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Die aktuelle Diskussion um die Neuausrichtung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ zeigt einen Trend, der weit über dieses einzelne Förderprogramm hinausgeht: Öffentliche Zuwendungsgeber legen künftig voraussichtlich größeren Wert auf den nachvollziehbaren Nachweis der Wirksamkeit geförderter Projekte.
Fördermittel im Wandel: Warum sollten gemeinnützige Organisationen ihre Projektwirkung künftig besser dokumentieren?
Neben einer stärkeren Prüfung der Mittelverwendung könnten künftig auch die erzielten Ergebnisse und deren Dokumentation stärker in den Mittelpunkt rücken.
Auch wenn derzeit noch nicht feststeht, in welchem Umfang die angekündigten Änderungen umgesetzt werden, sollten sich gemeinnützige Organisationen frühzeitig darauf vorbereiten. Wer Fördermittel des Bundes, der Länder, der EU oder von Stiftungen beantragt oder erhält, profitiert von einer systematischen Wirkungsdokumentation – unabhängig vom jeweiligen Förderprogramm.
Was bedeutet das für gemeinnützige Organisationen?
Viele Träger dokumentieren bereits heute ihre Aktivitäten sehr sorgfältig. Häufig werden jedoch vor allem durchgeführte Maßnahmen beschrieben, beispielsweise:
- Anzahl der Veranstaltungen,
- Zahl der Teilnehmenden,
- Beratungen,
- Schulungen oder
- Veröffentlichungen.
Diese Informationen sind wichtig, beantworten jedoch nur die Frage, was durchgeführt wurde. Zunehmend gewinnt jedoch die Frage an Bedeutung, welche Wirkung mit den Maßnahmen tatsächlich erzielt wurde.
Fünf Empfehlungen für die Praxis
1. Projektziele klar definieren
Bereits zu Beginn eines Projekts sollte festgelegt werden, welche konkreten Ziele erreicht werden sollen und woran der Erfolg gemessen werden kann.
2. Geeignete Kennzahlen festlegen
Neben Teilnehmerzahlen können beispielsweise folgende Indikatoren sinnvoll sein:
- Wissenszuwachs,
- Zufriedenheit,
- erreichte Zielgruppen,
- Anzahl neuer Kooperationen,
- nachhaltige Nutzung entwickelter Angebote.
3. Ergebnisse dokumentieren
Kurze Abschlussberichte, Teilnehmerbefragungen oder Feedbackbögen helfen dabei, Projekterfolge nachvollziehbar darzustellen.
4. Risiken analysieren
Organisationen sollten prüfen, wie abhängig sie von einzelnen Förderprogrammen sind und welche Auswirkungen ein Wegfall einzelner Fördermittel hätte.
5. Förderstrategie regelmäßig überprüfen
Eine breite Förderbasis reduziert Abhängigkeiten und stärkt die wirtschaftliche Stabilität der Organisation.
Unser Fazit
Die Diskussion um das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ dürfte ein Signal für die zukünftige Entwicklung der öffentlichen Förderpraxis sein. Unabhängig vom Ausgang der politischen Debatte empfiehlt es sich bereits heute, Projekte stärker wirkungsorientiert zu planen und deren Ergebnisse nachvollziehbar zu dokumentieren. Dies verbessert nicht nur die Transparenz gegenüber Fördermittelgebern, sondern unterstützt auch die interne Steuerung und die langfristige Weiterentwicklung der eigenen Angebote.